Das war das Over the Top 2026

172 Meldungen aus 16 Nationen und über 500 Zuschauer sind die nackten Zahlen des Over the Top 2026. Am Samstag fand das internationale Armwrestling-Turnier im Wolfsburger Congresspark statt. „Das Turnier hat erneut Maßstäbe gesetzt. Neben den gewohnten Gästen aus Rumänien, Polen und der Ukraine traten auch neun angereiste Athleten aus Dänemark an. Das Niveau war sehr hoch und ein echter Gradmesser für unsere Sportlerinnen und Sportler“, bilanzierte Olaf Köppen, der als Organisator, Trainer und Moderator das Weltklasseturnier trug.

Matthias Schlitte sorgte für den Höhepunkt aus Wolfsburger Sicht: Der „Hellboy“ kämpfte in der mit 19 Sportlern beinhart besetzten Männerklasse bis 80 Kilogramm um Edelmetall. Für Schlitte war der Wettkampf gleichzeitig die Generalprobe für die Weltmeisterschaft in Japan. Er bestritt das Heimspiel aus dem vollen Trainingsbetrieb heraus. Von müden Armen war jedoch beim 13-fachen Deutschen Meister nichts zu bemerken: So hielt er sich in der Vorrunde schadlos und zog ungeschlagen in die Finalrunde ein. Abends wurde es dann ernst. Über 500 Zuschauer, viele Ehrengäste und ein glänzend aufgelegter Moderator Olaf Köppen verwandelten die „Black Box“ des Congressparks in das Wimbledon des Armwrestlings.

Trotz der mächtigen Kulisse ließ sich Schlitte nicht beirren und setzte sich im Finale gegen den Dänen Akim Kalinuk souverän durch. Damit gelang ihm die Generalprobe für die WM in zwei Wochen. Entsprechend wichtig war der Wettkampf, um Taktik und Technik noch einmal unter realen Wettkampfbedingungen zu überprüfen.

Neben Schlittes Sieg konnten wir zwei weitere Einzelsiege feiern. Laura Branding eroberte in der Frauenklasse sowohl mit links als auch mit rechts Gold. Unsere Europameisterin wurde diesmal lediglich von einer Konkurrentin gefordert. Gegen Newcomerin Franziska Glatz setzte sich die mehrfache Deutsche Meisterin problemlos durch.

Auch die Täger-Brüder nutzten das Heimturnier als letzten wichtigen Test vor der Weltmeisterschaft. In der stark besetzten Kategorie bis 70 kg (13 Teilnehmer) riss die Siegesserie des Brüderpaars jedoch: Fabian Täger, der mit Nackenproblemen zu kämpfen hatte, errang mit rechts den zweiten Platz. Jan Täger, der sich in der Vorrunde leicht am rechten Arm verletzte, erreichte mit beiden Armen jeweils den dritten Platz. Die Täger-Brüder und Matthias Schlitte wurden außerdem vom Heimpublikum für die WM verabschiedet und erhielten auf der Bühne die neuen Nationaltrikots. Diese wurden von Rene Sandt, dem Geschäftsführer von Sponsor Sportlermarketing.com, überreicht. Das Weltklasse-Trio reist nach den letzten Trainingssessions diese Woche am 23. September via Hongkong nach Japan.

Auch in den weiteren Gewichtsklassen sowie bei den Masters erkämpften unsere Wolfsburger zahlreiche Podiumsplätze.

Rostislav Kornaev erkämpfte nach dem dritten Platz 2025 (-80 kg) diesmal sogar Silber bis 90 kg mit links. Youngster Elias Birkschlag holte mit rechts hier völlig überraschend Bronze.

Rabih Aloukaibe (-100 kg) marschierte ungeschlagen durch die Vorrunde und errang am Ende einen starken dritten Platz.

Bei den Masters (Ü40) kämpfte sich Sebastian Jankow (-80 kg) mit rechts ins Finale und konnte sich am Ende über Silber freuen. Sebastian Müller holte mit dem linken Arm Bronze und seine erste Medaille für uns. Über 80 kg gab es das Comeback eines VfL-Urgesteins: 17 Jahre nach seinem letzten Wettkampf errang Tobias Lenk Bronze. „Tobi ist vor ein paar Monaten wieder ins Training eingestiegen, um seine Erfahrung an unsere Neuzugänge weiterzugeben. Dann hat er irgendwie Blut geleckt und sich akribisch vorbereitet. Seine Medaille freut mich besonders“, berichtete Coach Olaf Köppen strahlend.

Damit bestätigten wir unsere starke Breite und konnten vor heimischem Publikum in mehreren Klassen Medaillen sammeln. Für den besonderen Abschluss des Abends sorgte der Wettbewerb um den „Champ of the Champions“. Dabei setzte sich Mikkel Eler aus Dänemark durch. Der Däne hatte zuvor bereits die Klasse über 90 Kilogramm links sowie die Klasse bis 100 Kilogramm rechts gewonnen und sicherte sich anschließend auch den Gesamtsieg.

Ergebnisse unserer VfL-Athlet*innen

Frauen – offene Klasse

  • Laura Branding – 1. Platz links und 1. Platz rechts

Männer – bis 70 kg

  • Jan Täger – 3. Platz links und 3. Platz rechts
  • Fabian Täger – 2. Platz rechts

Männer – bis 80 kg

  • Matthias „Hellboy“ Schlitte – 1. Platz rechts

Männer – bis 90 kg

  • Rostislav Kornaev – 2. Platz links
  • Elias Birkschlag – 3. Platz rechts

Männer – bis 100 kg

  • Rabih Aloukaibe – 3. Platz rechts

Masters – bis 80 kg

  • Sebastian Jankow – 2. Platz rechts
  • Sebastian Müller – 3. Platz links

Masters – über 80 kg

  • Tobias Lenk – 3. Platz rechts

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