Wir sammeln Medaillen bei „MERKUR, READY, GO!“ in Magdeburg, Internationale Titel für Branding, Täger und Schlitte
Casino, Armwrestling und große Pokale – was klingt wie eine Szene aus dem Armwrestling-Klassiker „Over the Top“, wurde am Wochenende in Magdeburg Realität. In der Merkur Spielbank traten mehr als 100 Sportler beim internationalen Turnier „MERKUR, READY, GO!“ an. Unser Team knüpfte dabei an seine erfolgreichen Auftritte der vergangenen Jahre an und sammelte zahlreiche Medaillen.
Während Andreas Hordan, Miroslav Schnur und Onur Guran das Team als Betreuer unterstützten, leitete Over-the-Top-Headreferee Marco Lüpke die Veranstaltung als Hauptkampfrichter.
Laura Branding holt zwei Titel
Europameisterin Laura Branding bewies nach längerer Wettkampfpause erneut ihre Klasse und setzte sich sowohl mit dem linken Arm gegen Franziska Glatz als auch mit rechts gegen Hannah Lindemann souverän durch.
„Ich freue mich über die beiden Titel und hoffe, dass wir beim VfL Wolfsburg auch bald neue Sportlerinnen begrüßen können. Ich würde meine Erfahrungen gern an die nächste Generation weitergeben“, so die Doppelmeisterin.
Während bei den Herren viele Nachwuchsathleten den Weg in unser Leistungszentrum gefunden haben, ist Laura Branding weiterhin die einzige Frau in der Abteilung. Das soll sich hoffentlich bald ändern.
Passend dazu hofft auch Trainer Olaf Köppen auf Verstärkung im Damenbereich: „Laura ist seit Jahren eine feste Größe im deutschen Armwrestling und eine tolle Ansprechpartnerin für Einsteigerinnen. Wer Lust auf Kraftsport, Wettkampf oder einfach einmal etwas Neues ausprobieren möchte, ist bei uns herzlich willkommen. Gerade interessierte Frauen und Mädchen dürfen sich gern melden. Trainiert wird montags, mittwochs und freitags in unserem Leistungszentrum. Ein kostenloses Probetraining ist nach vorheriger Anmeldung jederzeit möglich.“
Fabian Täger siegt gegen internationale Konkurrenz
Fabian Täger kämpfte mit dem linken Arm im Limit bis 70 Kilogramm. Hier zeigte der mehrfache Weltmeister keine Schwäche und setzte sich ohne Niederlage gegen die internationale Konkurrenz durch. Im Finale schlug er den Bulgaren Emir Seyadin und sicherte sich die Goldmedaille.
Mit dem stärkeren rechten Arm wagte er dann den Sprung in die höhere Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm. Mit einem Körpergewicht von lediglich 65 Kilogramm kämpfte er sich aufopferungsvoll bis ins Finale. Dort musste er sich nur dem Berliner Vicheslav Newmensky geschlagen geben. Nach Gold mit links gab es damit noch Silber mit rechts.
Schlitte mit starkem Härtetest für die EM
Matthias Schlitte nutzte den Wettkampf als Generalprobe für die Europameisterschaft in Rumänien in zwei Wochen. Da Fabian Täger in der höheren Klasse bis 80 Kilogramm antrat, hielt der „Hellboy“ im Limit bis 70 Kilogramm die grün-weißen Fahnen hoch.
Dort zeigte der Weltmeister von 2022 eine Leistung ohne Makel und gewann die Goldmedaille ohne Niederlage. Im Endkampf setzte er sich gegen den nationalen Champion Nasir Ahmed durch.
Zusätzlich trat Schlitte in der Klasse bis 90 Kilogramm an. Auch hier fegte das Leichtgewicht durch das Teilnehmerfeld und qualifizierte sich für den Endkampf am Abend. Dort hatte er gegen den ukrainischen Champion Artem Popov das Nachsehen, durfte sich aber über Silber in der höheren Gewichtsklasse freuen.
„Ich habe das Turnier aus der vollen EM-Vorbereitung bestritten, deshalb hat etwas die Frische gefehlt. Ein Titel und noch Silber sind echt eine Hausnummer. Ein gutes Vorzeichen für die Europameisterschaft“, bilanzierte Schlitte, dessen Ziel in Rumänien ein Platz auf dem Podest ist.
Rabih Aloukaibe überzeugt im größten Teilnehmerfeld
105kg-Kraftpaket Rabih Aloukaibe versuchte im Schwergewicht über 90 Kilogramm sein Glück. In der mit 36 Startern am stärksten besetzten Klasse des Turniers zeigte der Wolfsburger hervorragende Leistungen und gewann gleich fünf Kämpfe.
Lediglich gegen die späteren Finalisten musste er sich geschlagen geben. Am Ende belegte Aloukaibe einen hart erkämpften vierten Platz und verpasste die Medaillenränge nur knapp.
Wertvolle Wettkampferfahrung gesammelt
Simon Woehltjen (bis 70 kg), Sebastian Jankow, Malte Woehltjen, Jannes Woehltjen (alle bis 80 kg) sowie Rostislav Kornaev (bis 90 kg) zeigten spannende Kämpfe, konnten sich im stark besetzten Teilnehmerfeld jedoch nicht in den vorderen Platzierungen festsetzen.
„Laura hat ihre Klasse erneut bestätigt und Fabian und Matthias haben trotz starker Konkurrenz wieder mehrere Medaillen gewonnen. Besonders gefreut hat mich die Leistung von Rabih, der nur knapp am Podest vorbeigeschrammt ist. Auch die anderen Sportler haben wichtige Erfahrungen gesammelt. Darauf können wir im Training weiter aufbauen“, zog Coach Olaf Köppen ein positives Fazit.
Lange Zeit zum Durchatmen bleibt den Wolfsburgern nicht. Bereits am 12. September wartet mit dem internationalen „Over the Top“ im CongressPark Wolfsburg das Heimspiel der Saison. Passend zum berühmten Stallone-Klassiker wollen die VfL-Athleten dann erneut für große Armwrestling-Momente sorgen – diesmal vor heimischem Publikum und gegen die internationale Elite.

